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Wenn das Eine ins Andere greift

Damaris
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Ende November 2019

 

Kennst du das Gefühl, das Leben könnte dich überrollen?

 

Grade geht es mir so…

Bei mir können sich Dinge/Ereignisse überschlagen – ich werde nicht so wahnsinnig schnell nervös, vor allem dann nicht, wenn ich spüre, dass das Eine ins Andere greift und quasi flutscht, denn dann weiß ich, dass alles gut ist und richtig für mich läuft.

 

Mittlerweile, je älter ich werde, brauche ich zwar einen Ticken länger um mich an neue Situationen zu gewöhnen oder im Vorfeld darüber nachzudenken, bzw. mich darauf einzulassen, aber geht’s dann mal los und es erledigen sich Dinge wie von alleine, geht das mit dem Laufen lassen doch noch immer recht gut.

 

Vor einer Woche habe ich meine Wohnung gekündigt und plötzlich habe ich alles angezweifelt, mich selbst für absolut bescheuert erklärt und mir gaaaanz viel Rückenstütze geholt.

Da kamen, wie von selbst, plötzlich wieder Gedanken zu mir, die ich schon lange nicht mehr gedacht hatte.

Ich brauchte die Versicherung, dass

  • ich jederzeit Unterschlupf finde,
  • mich jederzeit irgendwo wohlfühlen darf,
  • ich jederzeit UMKEHREN kann.

Irgendwie war dieser Gedanke vorher ausgedacht, dabei ging er aber ein Stück weit verloren. Wie schön, dass ihn jemand für mich aufbewahrt hatte und mir gereicht, als es nötig wurde.

 

So langsam wurde es nötig und ich wollte das ja schon lange: Mein rollendes Eigenheim gemütlich machen, ABER…Mist, wo kommt das denn her? Da gibt’s doch schon lange kein ABER mehr….

Aber trotzdem ? … es ist kalt draußen, alle Leute gucken was ich da mache, es wird so bald dunkel, ich hab so viel zu tun … merkt ihr was?

Haha…und das mir…wird wirklich Zeit, dass ich mobil werde!

 

Kaum hatte ich mich aufgerafft einiges im Innenraum zu tun kam ich nicht mehr rein ☹

Oh Mann, was ein Shit.

So hab ich dann wieder geschoben – zu regeln gabs auch so jede Menge.

 

Die Reifen hatte ich auch schon lange hinausgezögert zu erneuern, also machte ich mich auf die Suche nach einer kompetenten Werkstatt zu der ich keine Tagesanreise habe. Ich mag das gern direkt um die Ecke.

Telefon geschnappt (das ist auch so ne Hürde, das Telefonieren), eine Werkstatt in der Nähe angerufen, die mir vor Jahren mal empfohlen wurde. Er kann das leider nicht machen, da das quasi nur eine Garage ist und mein Kasten da nicht reinpasst.

Klasse, dachte ich…und nun?

Ich hab den Meister gefragt ob er nicht zufällig jemand in der Nähe kennt…und siehe da, es ist eine Werkstatt direkt um die Ecke.

Unbewusst perfekt manifestiert…ha!

 

Ich da angerufen…ich kann gleich kommen…die machen das sogar ganz schnell. Ein richtig richtig netter Mohammed…ich mag das sehr, wenn sie merken, dass ich sie mag – verstehst du was ich meine? Ich sehe alle Menschen gleich, aber wenn ich mir meine vorherige Werkstatt so anschaue – der, der mich von Anfang an veräppelt hat…da krieg ich doch leicht nen Hals.

Naja, auf jeden Fall ist M. total bemüht, ruft auch jedes Mal an, wenn wieder was gemacht ist und was es kostet und erzählt auch, was noch gemacht werden sollte, was aber vielleicht gar nicht sofort sein muss. Erst dachte ich ja: Oje, jetzt findet der Sachen, die eventuell gar nicht nötig sind, aber nach dem xten Telefonat bekam ich dann wieder dieses gute Gefühl und richtig gute Antworten. Das tut gut, wenn man spürt, dass einer wirklich Wert darauf legt, dass ich heile von A nach B komme und lange Strecken stehen ja an.

Nunja, ist zwar wieder etwas mehr geworden, aber gut…

 

Ich konnte wohl irgendwie immer hier an der Straße parken, aber wirklich gut habe ich das nie gefunden. Ich wollte eigentlich ein bisschen geschützter stehen,  mit mehr Platz. Auch mal die Türe offenstehen lassen können und mir Strom aus meinem Keller zapfen, damit ich nicht wieder außen vor bleiben muss.

Da gehe ich heute Morgen so die Straße entlang, da ich einen Termin bei meiner Heilpraktikerin hatte (auch gleich bei mir um die Ecke – warum ziehe ich hier nochmal weg?), da fällt mir in der gleichen Straße ein Schild an einem Parkplatz auf: „Zu vermieten“. Ich gleich Bild davon gemacht, wegen der Telefonnummer. Dieser Parkplatz ist genau so einer, wie ich ihn mir die ganze Zeit vorstellte, dabei war der in meiner Vorstellung nicht mal direkt ums Eck, aber scheinbar hat sich mein „direkt ums Eck“ schon in alle Felder manifestiert 😀

Also direkt ums Eck, nur rechts davon steht ein anderes Auto…links ist frei, d.h. da ist kein Parkplatz, aber freie Fläche. Ich kann also großzügig ein- und ausparken und auch die Türe mal offen stehen lassen, bequem rein und wieder raus…UND…danke an den Vermieter!…ich darf mir sogar ab und an Strom aus seinem Keller zapfen.

 

Jetzt im Nachhinein bin ich zwar froh, dass alles so ineinander gegriffen hat und funktionierte, aber wenn ich an die Geschwindigkeit denke, wird mir immer noch ein wenig schwindelig.

 

Noch ein kurzer Nachabsatz im Juli 2020, um den Artikel etwas runder werden zu lassen, denn ich habe die Angewohnheit einfach aufzuhören, wenn die momentan anstehenden Gedanken zu Papier gebracht wurden. 8 Monate später finde ich einfach den Faden nicht mehr.

Zum Manifestieren der „Dinge um die Ecke“ und wie sich das verselbstständigt hat:

  • Mein Arbeitsplatz vor dem Onlinebusiness war „um die Ecke“
  • Mein Friseur war eine Straße weiter
  • Der Bäcker, der mein ausgefallenes Brot hatte, war gegenüber
  • Die Kfz-Werkstatt war direkt neben dem Friseur
  • Meine Heilpraktikerin – eine Straße weiter
  • der erwünschte Parkplatz „um die Ecke“
  • die dringend benötigte Lagerbox – nicht um die Ecke, aber eine Ortschaft weiter, wo diese sonst in Großstädten zu finden sind.

Seit 2020 lebe, reise und arbeite ich mit meiner Hündin in einem umgebauten Rettungswagen. Manchmal ist es eine echte Herausforderung, oft sehr kuschelig und abwechselnd und immer mitten in der Natur. Mit 55 Jahren habe ich einen relativ sicheren Job aufgegeben um meine beiden Lieblingsstandbeine (beruflich) online zu vereinen. Das klappte so gut, dass ich 3 Jahre später meine Wohnung aufgeben und seitdem einen wohltuenden Minimalismus leben kann.

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